Lang ist’s her

Hallihallo!
Ja ich weiß, das mit der Regelmäßigkeit ist nicht so ganz meine Stärke, aber ich habe wunderbare Ausreden, die garantiert niemanden interessieren – zur meiner Verteidigung!
Nichtsdestotrotz hatte ich wieder das Bedürfnis meinen Gedanken nachzugehen, was ich mir in Zeiten meines letzten Schuljahres eigentlich hatte abgewöhnen wollen. Warum? Weil sie ablenken. Nicht, dass ich mich nicht so auch schon mit Nichtigkeiten ablenken würde, doch inzwischen habe ich wieder Gedanken, die mich selber (wieder) stören.

Kennt ihr das, wenn ihr partout nicht über etwas nachdenken wollt, weil es euch traurig macht; es aber trotzdem tut? Oder wenn ihr euch in einer Situation etwas einredet, was eigentlich gar nicht sein kann? Wenn ihr eine Situation schlimmer macht, als sie eigentlich ist? Warum macht man das? Um Aufmerksamkeit zu kriegen?
Die Frage ist dann: von wem? Denn wer, außer euch, hört eure Gedanken?

In den Ferien hatte ich das gerade besonders. Ich hatte eine wunderschöne Zeit, in der ich eigentlich alles hatte erledigen wollen, ohne unter wirklichem Stress zu stehen. Doch kaum war ich da und sah, was ich alles dabei hatte, tat ich alles, außer die Dinge, die ich wollte. Mir ging’s schlecht. Wirklich schlecht. Jeden Tag musste ich weinen und hab mir den Kopf über das Weltgeschehen zerbrochen wie sonst nie. Ich habe es meiner Mutter unglaublich schwer gemacht, die sich den Arsch aufgerissen hat, um mich aus meinem Loch zu holen. Ich schäme mich sehr dafür.
Doch warum das alles? Es bringt doch rein gar nichts!

Ich bin mit Vielem in letzter Zeit überfordert. Alle Klausuren kommen auf einmal und auch schon das Vorabi winkt mir entgegen. Und irgendwie denke ich, ich habe keine Zeit, aber irgendwie habe ich sie doch.
Klar, man sagt: „man hat nur die Zeit, die man sich nimmt“ – aber glaubt mir, ich versuche mir Zeit zu nehmen, alles einzuplanen und doch wird es irgendwie nichts.

Einen Fortschritt habe ich gemacht. Vor den Ferien dachte ich, jeder kleine Fehler, könnte für mich bedeuten, keinen Studienplatz zu kriegen. Was glaubt ihr, was das für ein Stress war. Was hab ich mich nicht gequält. Jetzt weiß ich, dass ich eh nicht durch Abi Besten Quote reinkommen werde, es also über Einstufungstest versuchen muss. Eine Sorge weniger.

Dennoch macht es mir Sorgen, wie sehr mir die jetzige Situation die Lebensfreude nimmt. Noch nie in meinem Leben hab ich so oft „Ich kann nicht mehr“ gesagt. Noch nie in meinem Leben war ich 3 Monate erkältet, weil ich mich (immer noch nicht) ausgeruht hab. Noch nie in meinem Leben hätte ich gerne alles hingeschmissen. Sollte so dein letztes Schuljahr aussehen?

Ich weiß ja noch nicht mal, was ich besser machen sollte. Ich streng mich an, ich versuch’s – und doch reicht es im Endeffekt nicht…

Wie habt ihr euer letztes Jahr in Griff bekommen? Oder wie habt ihr es vor?

Lasst  von euch hören,
Eure Lulani

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Veränderung – Versöhnung?

Veränderung ist so relativ.
Ist sie gut, ist sie schlecht? Unberechenbar, schrecklich, unaufhaltsam, erlösend. Sind es die kleinen Dinge, mal wird das große Ganze in Frage gestellt. Für mich ist Veränderung bisher nur Bedrohung gewesen. Sie tat weh, machte mir das Leben schwer. Warum!? Man weiß erst im Nachhinein, dass es vor einem Jahr so viel schöner, einfacherer, lustiger war. Wie gern wäre ich wieder naiv. Ich würde einfach die Augen vor dem Schlechten im Menschen schließen und erst wieder aufmachen, wenn die Sonne wieder scheint. Und das Schlimmste ist, wenn man die Veränderung, die ein klares, gutes Ziel vor Augen hat, beinah erreicht hat, man denkt, dass Leben könnte nun nur noch schöner werden, diese Veränderung einer anderen, traurigen, zerreißenden Veränderung Platz macht. Wenn man diese zweite Veränderung – etwa den Verlust der besten Freundschaft, die man sich hätte erträumen können – nicht aufhalten kann; wenn diese Veränderung wegen etwas nicht mal halb so…eher 1/16 so Wichtigem herrührt, ist das so traurig, dass man es nicht in Worte fassen kann.

Und trotzdem will man nicht aufgeben. Nicht den Menschen, den man als einziges wirklich liebt (lieben auch auf Freundschaft bezogen) zu verlieren. Nicht so leiden, wie man noch nie gelitten hat. Nicht in sich zusammenklappen und nie wieder herauskommen wollen.
Weil es weh tut, weil es unverständlich ist, weil man es nicht begreifen kann. All die Stunden, Tränen und Gedanken. Weg. Sinnlos. Für nichts und wieder nichts weggeworfen. Einfach so, als wären sie ein Stück Papier, das man beschrieben hat und dadurch für das weitere Leben unbrauchbar wurden.

Durch Lügen das einzig Konstante im Leben verlieren. Ich glaube, niemand versteht, was Lügen für mich bedeuten. Wenn man mich belügt, ist für mich alles weg. Das Vertrauen, die Zuneigung, alles. Weil ich mich frage, was ich falsch gemacht habe, dass man mich anlügen muss.  Was habe ich getan? Wenn man hier gelogen hat, wo noch? Was habe ich einfach so abgenickt, weil ich dachte, man könnte sich blind vertauen? Ich bin nicht mit Lügen aufgewachsen. Ich kann das nicht. Vor Freunden Notlügen – ok, Die Familie – unmöglich. Einfach weil ich weiß, dass ich auch einfach die Wahrheit hätte sagen können. Nichts kann so grausam sein, wie im Nachhinein eine Lüge aufzudecken. Lieber gemeinsam mit der Wahrheit klar kommen als alleine mit der Lüge leben.

Diese plötzliche Einsamkeit ist gruselig… auch irgendwie eklig. Und dann macht man das, was man immer tut, um sich zu schützen: Sich die Sachen gut reden. Es ist alles nicht so schlimm, wir stehen das durch, alles halb so wild.

Versöhnen, einfach vergessen – wie gern ich das jetzt täte. Aber macht man es dann dem anderen nicht zu leicht? Man kann nicht ohne Konsequenzen leben.

Eine Entscheidung für etwas ist immer eine Entscheidung gegen alles andere. 

Ich will sie zurück, aber sie tut mir weh.

Versöhnung?

Lasst von euch hören,
Eure Lulani

Zeitreisen

Ja, das wäre doch genial.

Du hast einen Fehler gemacht? Kein Problem! mit der neuen Time-Mashine 3567 geht es ganz einfach! Nur die verschiedenen Knöpfe drücken, sich selbst warnen und alles ist ok.

hm… aber das wäre irgendwie doof. Dann wären alle perfekt und man wüsste nie, ob jemand etwas nur gesagt hat, weil er wusste, was der andere sagen würde. Does this make scence?

Egal: den Weg, den ich meinte, ist das Zeitreisen, ohne dabei gesehen zu werden. Im sinne von: mich interessiert diese Epoche, lass da mal hin und uns das genauer angucken.

Geschichte  macht Spaß, Geschichte ist toll. Aber wenn man es lahm erklärt bekommt und nur Arbeitsblätter ausfüllt ist das doch schade.

Man könnte so viel machen. Museen sind auch Kinderfreundlicher geworden. Und wenn das nicht reicht, dann greift man eben auf Zeitreisen zurück.

Man muss sich mal vorstellen: Ich war live bei der Französischen Revolution dabei!

Man kann in alle Verhandlungen reinrauschen, herausfinden, was wirklich passiert ist und man kann sich in alle lagen hineinversetzten.

Wenn das so wäre, würden selbst die schlechtesten Schüler Geschichte lieben. Und die Ausrede: „Ach, das ist doch schon so lange her“ würde auch nicht mehr gelten. Man erlebt ja alles genau in diesem Moment.

oh, und wie wär es mit Ferien in der Renaissance oder der Antike. eine Woche Zeltlager in der Steinzeit und ne Klassenreise mit den Dinosauriern. ja, da könnte man auch Bio, PGW (Politik, Gesellschaft, Wirtschaft) und Geo mit einbeziehen.

Schule in verschiedenen Epochen. Hach, das wäre schön, oder was meint ihr?

Würdet ihr das für überflüssig oder zu umständlich finden?

Was hättet ihr euch in eurer Schulzeit gewünscht?

In welche Zeit würdet ihr reisen?

Könnte man mit eurer Zeitmaschine auch in die Zukunft reisen und warum?

Lasst von euch hören.

eure zeitreisende Lulani

Zeit

Wir sind schon komisch.

Wir wollen alle mehr Zeit. Zeit für Freunde, Familie, Aktivitäten und zum Chillen.

Aber wenn man zu viel Zeit hat, dann langweilt man sich.

Ich finde Zeit spannend. Man kann mit ihr so vieles machen und doch verplempern wir sie mit Dingen, die wir später bereuen. Die Vorstellung später einmal im Schaukelstuhl zu sitzen und zu bemerken, das wir die meiste Zeit durch Stress, Hektik und Termine vergeudet haben, ist schrecklich. Andererseits wäre das Leben ohne Stress langweilig oder?

Das ist wie mit der Frage: Schule nur, wenn man Bock hat? Irgendwann hängt man nur noch auf dem Sofa rum und langweilt sich. Der Mensch will Lernen. Das ist nun mal so. Schon wenn wir Kleinkinder sind wollen wir alles erfahren und am besten sofort! Also, ich würde sagen: Lernen ist gut und wichtig, aber man soll nicht die ganze Jugend damit verschwenden.

Als ich noch bei Konfa war, haben wir aufgeschrieben, was uns im Jenseits erwartet. Jeder hat irgendwie erwähnt, dass er sich ein Ort ohne Hektik, Stress und Termine wünscht. Das zeigt, dass wir alle unter Druck stehen. Druck ist gut und schlecht. Ich z. B. bin mit Stress/Druck aufgewachsen. Ich kann damit umgehen und ich komm mit Stress in die Gänge. Aber manche kriegen, das auch so hin und haben dann Probleme mit Druck und Zeit und Stress. Ach das wird jetzt alles so kompliziert.

Also, ich will eigentlich nur sagen: Nehmt euch Zeit! Sowohl für Schule, als auch für das Leben an sich! Vergeudet sie nicht  mit zu viel Fernsehen (so wie ich das leider mache), sondern geht raus. Macht da die Hausaufgaben.

Und ganz wichtig: Wenn ihr irgendwann mal Zeit habt (Sommerferien??), dann genießt sie, nutzt  sie aus, macht was ihr wollt. Denn später wird es noch stressiger und dann könnt ihr sagen: Ach, wenigstens hab ich die Zeit genutzt, als ich sie noch hatte!

Oder was meint ihr?? Wie viel Zeit braucht ihr? Stimmt das gar nicht was ich hier schreibe? Seit ihr die Gelassenheit pur?

Lasst von euch hören!

Eure Lulani!!!